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	<title>Horse n Balance</title>
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		<title>Pferdeflüsterei oder harte Arbeit?</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 16:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Die Entwicklung der Sportpferdezucht hat in den letzten 15 Jahren einen signifikanten Wandel verzeichnet. Das Warmblut wurde durch die Einkreuzung von Vollblutrassen, wie z.B. den Arabern, veredelt.  Das daraus entstandene „Edle Halbblut“ weist nun im Exterieur (Merkmale des Körperbaus) ein leichtes,  athletisches Skelett, typvolle Köpfe und Halsstrukturen sowie leichttrittige Bewegungen auf. Das Interieur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Entwicklung der Sportpferdezucht hat in den letzten 15 Jahren einen signifikanten Wandel verzeichnet. Das Warmblut wurde durch die Einkreuzung von Vollblutrassen, wie z.B. den Arabern, veredelt.  Das daraus entstandene „Edle Halbblut“ weist nun im Exterieur (Merkmale des Körperbaus) ein leichtes,  athletisches Skelett, typvolle Köpfe und Halsstrukturen sowie leichttrittige Bewegungen auf. Das Interieur (Eigenschaften) zeigt eine hohe Leistungsbereitschaft, Reaktionsschnelle und Sensibilität, auf die sich der moderne Reiter mit einer ebenso sensiblen Hand und Professionalität einstellen sollte. <span id="more-93"></span>Nicht alle der aus veredelter Zucht stammenden Tiere gelangen in den Spitzensport. Es kommt häufig vor,  dass Pferde, die von Züchterseiten her von grossem Vermögen sind, jedoch  mit dem Kommentar  „Unreitbar“ und/oder „Unhändelbar“ verkauft werden oder im schlimmsten Fall zum Schlachter gehen. In meinen Augen ist es sehr schade, wenn man sich von dem mühevoll aufgezogenen Tier oder geliebten Freizeitpartner trennen muss, weil der Umgang zu einem Nervenaufwand geworden ist.</p>
<p>In den meisten Fällen ist es lediglich ein Missverständnis in der Kommunikation, dass Konflikte in der Beziehung zu unseren Pferden. Die artgerechte Haltung und der Umgang mit dem Tier ist ebenso wichtig für eine stressfreie Beziehung, wie ein sportlich errungener Erfolg. Beides geht Hand in Hand und ist stark voneinander abhängig. Leider wurden die edlen Traditionen der Reitkunst durch den Massenbetrieb an Reitschulen in den letzten Jahrzehnten fehlinterpretiert und in dieser Weise vermarktet.</p>
<p>„Jetzt zeig dem Gaul mal ordentlich, wer der Boss ist“ tönt es durch die Reithalle während einer Prüfung zum „Kleinen Hufeisen“.  Aber was macht einen „Boss“ in der Pferdewelt überhaupt aus? Wo sind eigentlich die guten alten Rittmeister hin, die uns Kindern  Geschichten über legendäre Beziehungen zu Ihren Pferden erzählen?  Sie scheinen sich zurückgezogen haben.</p>
<p>Folgen wir der Logik weiter:</p>
<p>Warum sollten sich 600 Kilo Lebendmasse Fluchttier dem Raubtier Mensch von 70 Kilo anschliessen, es sogar auf dem sensiblen Rücken reiten lassen? Gute Frage!  Wann immer sich Beziehungen entwickeln, entwickelt sich auch Kommunikation. Kommunikation ist in erster Linie der Austausch von Informationen, Bedürfnissen, Ängsten, einfach :Veräusserungen.</p>
<p>Basis jeder Beziehung ist das Vertrauen. Ich kooperiere ja nicht  mit jemandem, der mir Angst macht oder Schmerzen zufügt, oder Ähnliches androht. Da das Pferd nur schwer in deutsch oder englisch kommunizieren kann, müssen wir seine Sprache,  seine Natur und seine Lernprinzipien verstehen, um uns ihm mitteilen zu können.</p>
<p>Das Verladen in einen Pferdeanhänger zum Beispiel stellt die Beziehung zu unseren Pferden oft auf eine schwierige Probe. Der Pferdeanhänger ist grundsätzlich in allen seinen Merkmalen gegen die Natur der Tiere: Enge, Dunkelheit, kein Fluchtweg, niedriges Dach, visuelle Einschränkung, unsicherer Boden u.v.m. .  Wie ärgerlich es doch ist, Samstag morgens 2 Stunden vor Abfahrt zu einem Turnier sich vor den Hänger zu stellen, weil das Pferd nicht in den Hänger will. Nach einer nervenaufreibenden Prüfung, aller Stress fällt von mir, will zu allem Überfluss mein Sporting Partner nicht wieder mit nach Hause?</p>
<p>Im Notfall wird es besonders bedrohlich, wenn ein verletztes Tier zügig in die Klinik gefahren muss und die Bremse vor der Rampe bedient.</p>
<p>Ziel der Pferdekommunikation ist es, das Erkennen der individuellen Natur meines Pferdes, die Probe des Vertrauens in unserer Beziehung und das Einstellen von Lernverhalten, um das Potential jedes Einzelnen nutzbar zu machen.  Was oft wie Magie aussieht und leider noch so bezeichnet wird, sind Fakten, die transparent gemacht werden sollten.</p>
<p>Ich begrüsse sehr, dass die Philosophie der Pferdeindustrie momentan einen solchen Umbruch erlebt. Die Sensibilität des modernen Pferdes erfordert eine Revolution der Werte und Normen der traditionellen Reitkunst in Additionmit modernen Erkenntnissen und Methoden.</p>
<p>Ich freue mich sehr über die vielseite Nachfrage nach Kommunikationstrainings, die oft der Schlüssel zu nicht offensichtlichen Möglichkeiten waren. Ich begrüsse herzlich gerne all diejenigen, die aktiver Teil dieser Entwicklung werden wollen.“</p>
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