Philosophie
Die Philosophie meiner Arbeit erschliesst sich aus einem Komplex an variablen Faktoren, die in permanentem innovativen Wandel stehen. Dieser Wandel wird angetrieben durch die verschiedenartigen Sichtweisen aller Pferdeleute, angeführt und legitimiert jedoch durch die leisen Hinweise, die uns unsere Tiere vertrauensvoll zukommen lassen.
Analyse betreiben
Alle Beziehungen der Welt werden von Zeit zu Zeit vor Herausforderungen gestellt, zur Anpassung getrieben, auf die Probe gestellt. Das ist ganz normal.
Pferde haben ein unglaubliches Anpassungsvermögen, wenn man bedenkt, unter welch artuntypischen Verhältnissen sie in der heutigen Zeit alt werden. Dennoch kann das Pferd kein Raubtier werden, um mit uns in unserer Art zu kommunizieren. Und ebenso: in der Pferdekommunikation versuchen wir nicht, ein Pferd zu sein. Wir verfolgen lediglich die psychologischen Denk- und Lernprinzipien, die es uns ermöglichen, mit ihnen Informationen auszutauschen. In einer Sprache, die sie verstehen.
Dem Wandel gerecht werden
Die Philosophie der Pferdewelt wird derzeit durch die modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Tiermedizin, Verhaltensforschung, Reitlehre, Heilmethoden etc. täglich ergänzt. Man könnte also vorsichtig behaupten, dass wir Menschen mittlerweile genug über Pferde wissen, um mit ihnen zu kommunizieren und sie artgerecht leben zu lassen. Warum kommt es dennoch zu immer wieder kehrenden Konflikten?
Es ist ein langer Weg, sich das Wissen über die Tiere anzueignen, Methoden in Theorie und Praxis zu erlernen um dann auf die Individualität jedes Tieres eingehen zu können. Es scheint, als würde ein Menschenleben dafür nicht ausreichen. Das stimmt. Auf diesem Wege nicht.
Leittiere ausbilden
Die Natur der Pferde ist simpel und seit Millionen von Jahren so anpassungsfähig, dass sie selbst unter unnatürlichsten Umständen zum Überleben fähig sind. Verstehen wir einmal die Natur des Pferdes in seinem Ursprung, werden wir alle verstehen. Dieser Ursprung gilt es für uns Menschen zu verfolgen. Es ist unsere innere Einstellung, an der wir arbeiten müssen, um den Weg in die Natur des Pferdes zu finden. Für viele von uns bedeutet dieses ein harter Kampf mit sich selbst, der auf lange Sicht lohnenswert ist.
Nachhaltigkeit entstehen lassen
Nun ist es an der Zeit, diese Entwicklung mit uns selbst anzugehen. Dafür müssen die Schritte dazu transparent und nachhaltig gemacht werden. Transparenz liefert uns die Wissenschaft. Die Nachhaltigkeit entsteht erst dann, wenn das Wissen generalisiert ist. Es ist immer dasselbe Grundprinzip, das meine innere Einstellung verfolgt. Egal, ob ich einem Fohlen das Führen beibringe, ein Pferd zum Karnevalsumzug trainiere oder an einem Grand Prix teilnehme.
Fakt dabei ist nur, dass unsere Kunden dieses Prinzip verinnerlichen müssen, um nachhaltig erfolgreich zu sein.
„Es ist erstaunenswert, wieviel man machen kann, wenn man will. Und noch erstaunenswerter, wieviel man lassen kann, damit es klappt.“ Nina Gockeln

