Verladen
Das Verladen eines Pferdes in einen Anhänger hat schon so manchen Besitzer an das Ende aller Nerven gestellt. Vorallem in Notfällen ist ein verladeschwieriges Pferd eine Gefahrenquelle für sich und alle Beteiligten. Es gibt viele gängige Methoden, ein Pferd in einen Anhänger zu bekommen. Oft ist es leider so, dass sich das Tier oder der Mensch in dieser Situation verletzt. 2 Stunden Verladestress ist eine häufig berichtete und beobachtete Szene, die nicht notwendig ist.
Das Verladen in einen Pferdeanhänger gehört zu der Grundausbildung eines jeden Pferdes. Der Kooperationswille und das Vertrauen wird im Reitsport ebenso
wie in der Bodenarbeit von demjenigen zum Erfolg gebracht, der die Natur des Pferdes versteht und sie zusammen mit einem Lernkonzept in Einklang bringen kann.
Ein für uns Menschen schier unvorstellbares Problem: wohlig wie eine Höhle, gedimmtes Licht, mollige Einstreu und noch das Futternetz im Vorderraum. Für unser Pferd stehen diese Eindrücke jedoch im exakten Gegenteil. Das Fluchttier hat von Natur aus Platzangst. Der unsichere Boden, schlechte Belichtung, eingeschränktes Sichtfeld und der nicht vorhandene Fluchtweg setzt bei unserem Partner ein hohes Maß an Vertrauen voraus, mir als Handler gegen seine Natur zu folgen.
Und nicht nur das Vertrauen. Die Neugierde und der Kooperationswillen ermöglicht es vielen Tieren, die noch nie einen Anhänger gesehen haben, in gewohnter Umgebung problemlos den Anhänger zu betreten. Ändert man das Umfeld, die Routine oder es bekommt während der Fahrt Angst oder verletzt sich, wird es sich diese Erfahrung negativ abspeichern.
Wichtig für jeden Pferdebesitzer ist es, den Lernerfolg des Tieres zu überprüfen.
Das bedeutet: Folgt das Tier in jeder Situation, bei jedem Wetter, Betrieb auf dem Hof und Turnierplatz, oder gar unter Schmerzen/Krankheit noch ebenso willig in den Anhänger?
An dieser Stelle gilt der Anhänger als die Probe der Beziehung zwischen Mensch und Pferd und was diese Beziehung ausmacht, da das Verladen und Fahren in all seinen Facetten gegen die Natur des Pferdes spricht. Gewöhnung oder Lernerfolg?
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